Vereinigung Ehemaliger Chormitglieder des Bielefelder Kinderchores e.V.

Presse

Heike Sommerkamp  email:  presse@ehemalige-bkc.de

Wie eine Weihnachtsbescherung

Ehemalige des Bielefelder Kinderchores: Über 1.000 Besucher beim Konzert in der Oetkerhalle.
Mehrere Chöre lassen Fröhliches und Festliches erklingen

Bielefeld (hes). Die Orgel dröhnt, die Menschen strahlen. Gerade haben sie alle diesen besonderen Moment von Gemeinsamkeit und Harmonie erlebt, der sie alljährlich in die Rudolf-Oetker-Halle lockt. Auf der Bühne stehen jetzt mehrere hundert Sänger: Wer wollte, durfte fürs Finale an diesem Abend zum mehr als fünfzigköpfigen Projektchor hinaufkommen.

Im Saal stehen die ergriffenen Hörer – mehr als Tausend sind unten geblieben – vor ihren Sitzen. Und alle haben nach „O du fröhliche“ und „Ehre sei Gott“ dieses Funkeln in den Augen und in der Seele, das sie vor Weihnachten so gern spüren möchten.

Der Sound ist noch immerunverwechselbar

Jahrzehntelang lieferte der Bielefelder Kinderchor dieses spezielle Weihnachtsgefühl, doch seine Konzerte sind nun Geschichte. Aber alle, die jetzt im Projektchor singen, sind aktiv dabei gewesen – und singen die bekannten Weisen im unverwechselbaren „Kinderchor-Sound“, so wie sie es damals gelernt haben. Wer mit geschlossenen Augen lauscht, erwartet danach Teenager in dunkelblauen (Träger-)Röcken auf der Bühne zu sehen. Die „Heilige Nacht“ gibt Gänsehaut, „Frau Holle“ Beschwingtheit, das „Ehre sei Gott“ vor der Pause vermittelt Erhabenheit. Ingrid?s Chor, hier liegt das Durchschnittsalter deutlich höher, hat den Sound ebenfalls noch präsent, geht die Lieder aber lieber ein bis zwei Töne tiefer an – unter Ingrid Mühlenwegs gefühlvollem Dirigat darf der Himmelsknabe wohl schlafen, gewiegt mit zarten Tönen.

Doch die Ehemaligen – ihr Verein hat inzwischen gut 70 Mitglieder – machen auch einiges anders als „damals“. Mit den Publikumsliedern beziehen sie die Hörer aktiv mit ein, die gern und klangvoll mitsingen. Auf der großen Leinwand über der Bühne wird der Text eingeblendet, meistens genau passend zum Liedfortschritt. Und wenn nicht, zieht Jan Král sein Orgelvorspiel so lange hin, bis es losgehen kann, und Moderator Hans-Dieter Hülsmann kommentiert so treffend und herzlich, dass alle mitlachen müssen.

Auch dieses Jahr stellen die Veranstalter Kinder und Jugendliche mit großem musikalischen Talent vor. Ole (7) und Marit (9) zum Beispiel, die sauber und voller Spielfreude im Duo auf ihren kleinen Celli musizieren. Oder Lotte (13), die mit einem Harfensolo überzeugt. Die Teenager vom FlamingoQuintett beeindrucken mit Beethovens Fünfter: Mit Flöte, Oboe, Horn, Fagott und Klarinette liefern sie eine stimmige Adaption, die dann schwungvoll in Bossa-Nova-Richtung davon tanzt. Die erwachsenen Instrumentalisten sind ebenfalls absolut hörenswert: Chihiro Masakiund Reiko Nagai, beide gestandene Pianistinnen, brillieren vierhändig am Flügel, Organist Král improvisiert festlich-jubelnd zu „Tochter Zion“.

Bei den Soli, die ehemalige Kinderchor-Solisten ins Programm streuen, reicht die Spanne vom Kinderchorstil über Quintettgesang hin zum Ave María nach Giulio Caccini, mit Geige, Gesang und Klavier.

Das große Weihnachtssingen der Ehemaligen fühlt sich irgendwie an wie eine Weihnachtsbescherung: Ein familiäres Treffen mit vielen Überraschungen, die beim Auspacken und Entdecken Freude machen, jeder Programmpunkt auf seine Weise.

Termine

Am 6. Januar singt der Projektchor in Varensell beim Eröffnungskonzert des Dreikönigsmarkts (Beginn 16 Uhr).

Das Große Weihnachtssingen 2018 findet am 22. Dezember im Großen Saal der Rudolf-Oetker-Halle statt.

© 2017 Neue Westfälische
01 – Bielefeld West, Montag 18. Dezember 2017

NW-Artikel 2. Lokalseite 18.12.2016

Noch einmal echte Weihnachtsstimmung

Premiere: Der Dreikönigsmarkt in Varensell startete mit einem stimmungsvollen Chorkonzert in der

St.-Marien-Pfarrkirche. Unter anderem war auch der wiederformierte Bielefelder Kinderchor zu hören

Rietberg (bvb). Manfred Habig, Ortsvorsteher und Mitglied des „Maibaum-Teams“, das für die Durchführung des Dreikönigmarktes verantwortlich zeichnet, freute sich, die vierte Ausgabe „mit einem so gelungenen Musikereignis“ eröffnen zu dürfen. Sein Dank galt den rund hundert Sängerinnen und Sängern und Chorleiter Markus Koch.

Mucksmäuschenstill war es, als Organist Heiner Breitenströter das Konzert unter dem Titel „Lasst uns das Kindlein wiegen“ an der Orgel feierlich mit dem Stück „Air“ aus der Orchestersuite Nr.3 D-Dur von Johann Sebastian Bach eröffnete. Der Gütersloher Männerchor, der Gildemeister Werkschor und die Vokalartisten, die sich zu einem stimmgewaltigen Klangkörper vereint hatten, nahmen den klassischen roten Faden auf und erfreuten die Zuhörer in dem bis auf wenige freie Plätze gefüllten Gotteshaus mit Stücken wie dem Abendfrieden von Franz Schubert, Beethovens „Heil?ge Nacht, o gieße du“ – um wenig später die „Weihnachtsglocken“ von Hermann Sonnet zu läuten und die „Stille Nacht, heilige Nacht“ so hingebungsvoll zu besingen, dass noch einmal echte Weihnachtsstimmung aufkam.

Stimmliche Glanzlichter wussten auch 35 ehemalige Sängerinnen des Bielefelder Kinderchores zu setzen, die die andächtig lauschenden Zuhörer in den „Verschneiten Wald“ von Rudolf Hofmann entführten, mit ihnen „Durch die stillen Gassen“ wandelten und sich wenig später unter Kochs gefühlvollem Dirigat beschwingt auf „Frau Holles Gang“ (beides von Hermann Erdlen) begaben. Und das in unverwechselbarer Manier – ganz so, wie in der Jugendzeit gelernt.

Viele bedauern, dass der in den 1930er Jahren gegründete Bielefelder Kinderchor 2016 aufgelöst wurde. (Anm. nicht mehr öffentlich auftritt). Die Weihnachtskonzerte in der Oetkerhalle waren eine jahrzehntelange Tradition. Und so entstand die Idee, sich mit Ehemaligen wieder mehr zu professionalisieren und unter der Leitung von Markus Koch jährlich wenigstens ein Weihnachtskonzert zu geben.

Mit strahlenden Augen und klaren Stimmen präsentierte der Chor zur Premiere in Varensell altbekannte Lieder wie „Kommet ihr Hirten“ (Erdlen), Wilhelm Hegels „Gloria“ und „Hirten wachen im Feld“ – von drei ausdrucksstarken Solistinnen virtuos getragen – um wenig später gefühlvoll die „Heilige Nacht“ von Johann Friedrich Reichardt zu beschwören.

Als am Ende alle Mitwirkenden die Klassiker „O du fröhliche“ und „Ehre sei Gott“ anstimmten, erhoben sich auch die Zuhörer singend aus den Bänken – gefolgt von nicht enden wollendem Applaus.

 

© 2018 Neue Westfälische
07 – Gütersloh, Mittwoch 10. Januar 2018

 

Halleluja, was für ein Weihnachtssingen

Oetkerhalle: Ehemalige Sängerinnen und Sänger des Bielefelder Kinderchores begeistern die Zuhörer.
Junge Instrumental- und Gesangstalente zeigten vor ausverkauftem Haus ihr Können
Von Jürgen Mahncke

Bielefeld. „Weihnachten ohne Oetkerhalle ist kein Weihnachten“, sagt Jürgen Eickelmann. Der 60-Jährige muss es wissen. Als Viertklässler trat er vor 50 Jahren in den von Friedrich Oberschelp gegründeten Kinderchor ein. Und wenn dann bei den regelmäßigen Weihnachtskonzerten stimmgewaltig die letzten drei Lieder, „Stille Nacht“, „O du fröhliche“ und „Ehre sei Gott“ durch die Oetkerhalle schallten und die Besucher mit einstimmten, dann war nicht nur für Jürgen Eickelmann, sondern für alle Zuhörer Weihnachten ganz nah.

Und so sollte es auch am Sonntag um 18 Uhr sein. Der Vorsitzende der Vereinigung ehemaliger Chormitglieder und Moderator des Abends musste zwar eine „ungeheuerliche Verspätung“ des Konzertbeginns von fünf Minuten bekannt geben, die es noch nie gegeben habe, so Hülsmann. Man warte aber noch einen verspäteten Bus aus Herford mit 100 Konzertbegeisterten ab.

Mucksmäuschenstill wurde es in der mit 1.561 Besuchern ausverkauften Halle, als der Projektchor unter Leitung von Ingrid Mühlenweg das erste Lied, den „Verschneiten Wald“ anstimmte. Und je weiter das Weihnachtssingen fortschritt, um so mehr Münder öffneten sich auch in den Sitzreihen und stimmten leise mit ein in die professionellen Vorträge. Wie viele ehemalige Kinderchorsänger unter den Besuchern waren, ließ sich nicht zählen.

Einer von ihnen war Bodo Welschlau, der heute in Hamburg lebt und 1953 bis 1957, als dann der Stimmbruch einsetzte, Mitglied des legendären Bielefelder Kinderchores war. „Es ist mir ein Anliegen, zu Weihnachten in der Oetkerhalle zu sein und in alten Erinnerungen zu schwelgen“, erzählte er. Und so mag es vielen im Publikum ergangen sein.

Hier und da war sogar vor lauter Rührung ein Tränchen zu sehen. Noch emotionsgeladen wurde es dann inmitten aller Weihnachtslieder, von „Süßer die Glocken nie klingen“ bis zum „Kommet ihr Hirten“. Thomas Zänsler, ehemaliger Chorknabe, aus London angereist, machte Christiane von Schweve einen Heiratsantrag. Auch sie hatte vor 32 Jahren im Chor gesungen, dann hatten sich beide lange aus den Augen verloren und erst beim Weihnachtssingen 2015 wiedergetroffen.

Einer der vielen musikalischer Höhepunkt war der Auftritt eines kleinen Universitätschors. Ihr „Halleluja“ vom gerade verstorbenen Leonhard Cohen begeisterte das Publikum. Und als zum Ende des Konzerts gemeinsam „O du fröhliche“ gesungen wurde, trug auch der letzte Besucher das pure weihnachtliche Gefühl im seinem Herzen.

© 2016 Neue Westfälische
03 – Bielefeld Süd, Montag 19. Dezember 2016

 

Ein Hafen für Ehemalige… NW vom 05.01.2016 

 

Kinderchor-Veteranen organisieren sich
Vereinsgründung: Weihnachtssingen in der Oetkerhalle soll wieder feste Institution werden

Bielefeld (beke). „Weihnachten ohne Oetkerhalle ist kein Weihnachten“, sagt Hans-Dieter Hülsmann, der gerade mit weiteren Mitstreitern den Verein „Ehemaliger Bielefelder Chormitglieder“ gegründet hat. Ziel sei es, den Veteranen eine Anlaufstelle zu bieten und den Erhalt des Weihnachtssingens sicherzustellen.

Bereits im vergangenen Jahr griffen 400 Ehemalige die Idee des Weihnachtssingens wieder auf und sorgten für eine volle Oetkerhalle. „Die aktuellen Sänger des Kinderchors treten nur noch in der Brackweder Kirche auf“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Frank Gerstenberger. Für die Ehemaligen fiel laut Hülsmann ein wichtiger Treffpunkt weg: „Wir haben das Weihnachtssingen immer genutzt, um Kontakte aufrecht zu erhalten“. Die Bielefelder freuen sich über die Wiederbelebung. „Wir haben über 400 positive Rückmeldungen bekommen. Alle wünschten sich eine Wiederholung“, sagt Gerstenberger. Die wird es laut Hülsmann am 19. Dezember ab 18 Uhr in der Oetkerhalle geben. Karten können in der Geschäftsstelle der NW erworben werden. Die Nachfrage sei groß.

Der neu gegründete Verein will über das Weihnachtssingen hinaus einen Projektchor etablieren. „Wir rufen alle Ehemaligen auf, am 25. Oktober um 15 Uhr in die evangelische Johanneskirche in Quelle zu kommen“, so Hülsmann. Dort sollen gemeinsam altvertraute Lieder gesungen werden.

© 2015 Neue Westfälische
03 – Bielefeld Süd, Dienstag 29. September 2015

 

 

Neuauflage als Mitmach-Konzert

Ehemalige des Bielefelder Kinderchores singen in der Oetkerhalle
Von Burgit Hörttrich
Bielefeld(WB). Auch 2015 veranstalten die Ehemaligen des Bielefelder Kinderchores ein Weihnachtssingen in der Rudolf-Oetker-Halle. Am Samstag, 19. Dezember, beginnt das Konzert um 18 Uhr.
Die Ehemaligen haben sich frisch zu einem Verein zusammengeschlossen. Vereinszweck sei, so Vorsitzender Hans-Dieter Hülsmann, »die Förderung der Chormusik, aber auch Chorveranstaltungen und Förderung des musikalischen Nachwuchses«. Im vergangenen Jahr hatte ein Kreis von Ehemaligen spontan die Oetkerhalle gemietet, weil der Bielefelder Kinderchor unter Leitung von Dr. Jürgen Oberschelp dort nach mehr als sieben Jahrzehnten die eigenen Weihnachtskonzerte abgesagt hatte. Der Bielefelder Kinderchor trat stattdessen mit einem Konzert in der Bartholomäus-Kirche in Brackwede auf. Das tut er auch in diesem Jahr: am 12. Dezember um 18 Uhr (Vorverkauf ab 19. Oktober bei Papier Bröker Hauptstraße)
Für die Ehemaligen war das Anmieten der Oetkerhalle 2014 ein Wagnis, aber der Erfolg, so Frank Gerstenberger, stellvertretender Vereinsvorsitzender, habe für sich gesprochen: »1498 Karten wurden verkauft – sensationell.« Am 19. Dezember ist vorgesehen, dass das Publikum noch mehr mitsingen kann als 2014: »Es wird ein richtiges Mitmach-Konzert.« Aufs eigene Gefühl mochten sich die Organisatoren aber nicht verlassen. Deshalb führten sie eine Umfrage unter den Konzertbesuchern durch. Hans-Dieter Hülsmann: »99,9 Prozent der Befragten haben sich eine regelmäßige Wiederholung des Weihnachtssingens gewünscht.« Man plane zudem die Gründung eines Projektchores, sagt Hülsmann: »Seit Gründung des Bielefelder Kinderchores haben dort mehrere tausend junge Sänger viele, viele Liedsätze verinnerlicht. Dieses Potenzial wollen wir nutzen.«
Alle, die an dem Projektchor Interesse haben, treffen sich am Sonntag, 25. Oktober, um 15 Uhr in der Johanneskirche Quelle. Karten für das Ehemaligen-Konzert gibt es ab sofort im Vorverkauf beim WESTFALEN-BLATT und in der Tourist-Information.

 

Bielefelder Kinderchor gibt Weihnachtskonzert in Brackweder Kirche – NW-2015